Archiv von Monat: Mai 2010

 

BDSM – eine Nachbetrachtung

Um das Thema BDSM und Realität abzurunden möchte ich diesen Magazin-Beitrag benutzen, um auf den Foren-Thread “Flops und Drops” in unserem eigenen Bord zu verweisen. Auch hier wird aus gegeben Anlass ein Schlaglicht auf dieses Thema geworfen. Besonders möchte ich euch den Beitrag von mood ans Herz legen. Ein sehr schöner ungeschminkter persönlicher Beitrag. Sicher ist er nicht allgemein gültig. Er zeigt  aber auch, wozu es beim Ausleben von BDSM kommen kann, wenn die Umstände und die beteiligten Personen in einer ungünstigen Konstellation zueinander stehen.

Noch einmal wir wollen euch BDSM nicht ausreden. Es kann einen wundervolle Bereicherung im Leben sein. Aber wie alles andere im Leben kann es nur funktionieren, wenn es mit Augenmaß und zumindest einem Rest an Verstand betrieben wird. Und selbst wenn man das beherzigt, gibt es keine Garantie für eine wundervolle unvergessene Zeit. BDSM ist einfach das reale Leben und alles hat seinen Preis, den ihr begleichen dürft.

 
 

Magazin – Gibt es BDSM?

Ich habe schon mit sehr vielen Leuten über BDSM real oder im Chat gesprochen. Oft genug habe ich dabei die Erwartung vernommen, dass nun im Leben und der Partnerschaft alles besser und einfacher wird. Sicher bin ich auch mal mit dieser Erwartung gestartet, als ich BDSM für mich entdeckt habe. Eine Erwartungen die sich so nicht erfüllt hat und irgendwie doch.

Als ich am Anfang auf BDSM gestoßen bin, fand ich plötzlich Gedanken und Gefühle die genau dem entsprachen, was ich schon immer geträumt und gefühlt hatte. Dann habe ich Menschen kennen gelernt, wo ich meinte, dass sie genau so dachten und fühlten wie ich. Aber mit der Zeit verschwand dieses Gefühl und sie reagierten auf Situation völlig anders, als ich es getan hätte. Statt mich BDSM weiter anzunähern, entfernte ich mich wieder davon. War BDSM doch nicht das Richtige für mich? Aber ich wollte so schnell nicht aufgeben. Als die ersten (schwarz)bunten Anstriche abblätterten, konnte ich alles etwas realer sehen. Dann blieben oft nur Menschen übrig, deren einzige Gemeinsamkeit es war, zu dem was sie taten BDSM zu sagen. Ansonsten unterschieden sie sich völlig von einander und hatten keinerlei Gemeinsamkeit. Doch es gab öfters noch etwas Zweites, was sie verband. Sie sind in ihrem Leben, meist seelisch, schwer verletzt wurden oder hatten einen, für sie persönlich, großen Verlust erlitten. Wobei das wohl auch auf sehr viele Menschen zutrifft, die BDSM ganz weit von sich weisen würden. Also blieb von BDSM nichts übrig als die vier Buchstaben.

In der Zeit hatte ich aber gelernt mich und mein Umfeld besser zu verstehen. Ich lernte, warum ich bestimmte Dinge und Menschen so sehen mochte. Es wurde immer klarer, dass ich mit dem Benennen von Teilen meiner Gefühle und meiner Persönlichkeit mich selber nicht veränderte. Aber auch diese Erkenntnis brachte mich nicht weiter. Wissen ist gut, aber ändert nichts an der Situation. Also was nun? Wieder etwas anderes suchen, was besser zu mir passte? Also davon laufen und auf ein besseres nächst Mal hoffen. Nein ich bin kein Fluchttier.

Irgendwann erinnerte ich mich an ein Thema in einem Forum. In diesem wurde der Gedanke geäußert, dass man nur geliebt werden kann, wenn man sich selber liebt. Ich denke das ist die halbe Wahrheit. Es geht nicht um unsere Träume, irgendwelche Ideen, Wege oder auch Ziele. Es geht darum sich anzunehmen, nicht nur sich als Person sondern auch mit allem was man tut, was man fühlt und was man denkt. Dabei beeinflusst das Eine nicht das Andere oder umgekehrt, sondern es steht alles gleichberechtigt nebeneinander. Erst das Annehmen aller Teile der eigenen Persönlichkeit als untrennbaren Ganzen mit allen Vorzügen und Unzulänglichkeiten gibt uns die Freiheit, zu leben was wir sind. Es sollte auch immer als Ganzes und nicht in Einzelteilen ausgelebt werden. Etwas, was ich auf der Suche nach meinem BDSM verstanden habe. Eine Erfahrung die Andere sicher in anderen Zusammenhängen erlebten.

Was bleibt. Es gibt kein BDSM. Es gibt auch keinen Weg und kein Ziel. Es gibt nur euch selber, mit dem was ihr tut, was ihr nicht tut, was ihr träumt und was ihr denkt. All das seid ihr und ihr müsst es nur noch für euch selber annehmen und leben. Und wenn da ein Teil ist, dem ihr unbedingt den Namen BDSM geben wollt, dann tut es einfach. Wenn ihr auch noch schafft diesen Teil nach euren Vorstellungen mit auszuleben, dann kann es wohl nichts Schöneres und Besseres geben.

 
 

Geschichten zum Träumen

Heute gibt es wieder mal etwas Unterhaltsames zu lesen. Geschichten die ein wenig aus dem Rahmen fallen. Zum einen sind es weniger BDSM- als viel mehr Fetisch-Geschichten, wobei auch der BDSM-Anteil nicht zu kurz kommt. Zum anderen sind sie im Erzählungsstrang etwas vielschichtiger angelegt und sie belegen das man seine harten Phantasien durchaus auch mit gewählten Worten beschreiben kann.

Sicher gibt es in dem Fall auch eine persönliche Seite. Ich fand sie damals auf einer Seite, die ich sehr mochte. Leider existiert diese in der ursprünglichen Art schon längst nicht mehr. Es war noch zu einer Zeit, als der Begriff BDSM für mich etwas ganz Neues war und viele der anderen Geschichten mich eher abschreckten.

Ob es wirklich die Ursprungsseite der Geschichten war, weiß ich auch nicht. Jedenfalls tauchen die Geschichten immer und immer wieder, teilweise einzeln oder zusammen, auf den verschiedensten Seiten auf. Deshalb ist es mir Unmöglich die wahre Urheberseite anzugeben, wenn es sie noch gibt.

Ich habe mich für den Link entschieden.

So hatte ich sie damals auch gefunden, in dieser oder einer sehr ähnlichen Zusammenstellung. Noch mal vielen Dank für diese schönen Geschichten und ich bin gerne bereit auf die ursprünglichen Seiten zu verlinken oder mit zu verlinken.

PS: Es ist auch eine “Brücke” zum nächsten Magazinbeitrag, lasst euch überraschen.