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Sadismus-Schmerz-Masochismus
geschrieben von Opal am 5.8.2009 für das Forum Romantische Dominanz

Diese Ausführung erhebt keinen Anspruch auf wissenschaftliche, rechtliche oder auch medizinische Richtigkeit


Früher noch ein Tabu, heute in der Liebe in vielen Beziehungen anzutreffen. Heute wird immer mehr davon ausgegangen, dass sexuelles anders Sein, Abweichungen im Liebesspiel zum Menschen gehören. Es gab eine Zeit da wurde es als degenerative Erkrankung des Gehirns oder Hormonelle Störung der Sexualität gewertet und als Perversion angesehen. Sexualforscher gehen davon aus, dass Sexualverhalten durch Vorlagen und Muster, durch sexuelle Geschehnisse und Verarbeitung von Situationen erworben werden.

Zum Sadomasochismus gehören vielfältig Rollenspiele dazu, wobei die Rollen dann außerordentlich vielseitig sein können.

Es geht nicht immer nur um Schmerzen, nicht jeder mag Schmerzen. Die einen mögen gefesselt werden, wieder andere finden es einfach toll Beschimpft zu werden. Natürlich gibt es auch Sadomasochisten, die rein den Schmerz wollen doch haben Schmerzen eher einen symbolischen Charakter. Es beruht auf Gegenseitigkeit auf Freiwilligkeit und brutale Gewalt wird strikt abgelehnt. Empfindungen, Gefühl, Achtung und Wertschätzung stehen nicht im Widerstreit, es ist ein sexuelles Liebesspiel zweier Partner oder auch mehreren.

Meist ist in einer Rolle ein Partner aktiv der andere passiv, im internen Sprachgebrauch ist dann die Rede von Top und Bottom, oder aber auch von Dom und Sub.
Es gibt viele Vorlieben und es ist nicht erforderlich dass sich Sadomasochisten auf eine bestimmte Rolle festlegen. Wenn die Rollen getauscht werden spricht man in der Szene auch von Switchen.

Die Namensgebung ist zurückzuführen auf den Schriftsteller Marquis de Sade (1740-1814) und den Ritter Leopold von Sacher-Masoch (1836-1895). Diese Form der Namensgebung führte dazu dass in den Köpfen Sadomasochismus Mit Gewalt, Brutalität und Schmerz verbunden werden.

In Wirklichkeit sieht es in Beziehungen anders aus. Wichtig ist das Wissen, bei Anwendung von Praktiken, um die Folgen. Bleibende Schäden sind nicht gewünscht und nicht gewollt. Darum sollte jeder üben und lernen, sich das Wissen um Folgen aneignen. Im Vordergund steht die Lust, die Freude, das Miteinander.

Es gibt zwei Formen des Sadomasochismus.Die private Form und die Professionelle. Die SM-Gruppen, und privaten Clubs, welche wie ein ganz normaler Verein organisiert sind. Zum anderen die kommerzielle Szene in der man dann seine Lust durch professionelle Dominas für viel Geld befriedigen lassen kann. Nicht anders als würden „normal“ Veranlagte sich ihre Lust durch Prostituierte befriedigen lassen.

Die Regeln bei Gruppenveranstaltungen in Clubs und ähnlichem sind strikt und müssen von jedem eingehalten werden. Sonst erfolgt ein Ausschluß.
Die Standardregel ist SSC: safe, sane, consensual.
Jedes Rollenspiel muss für die Beteiligten sicher sein, mit gesundem Menschenverstand und Freiwillig durchgeführt werden.

Regeln, die zu beachten sind:
Neulinge lernen als erstes, welche Folgen die verschiedenen Handlungen haben. Auch ein gewisses Geschick in der Ausübung muss erlernt werden. Schließlich soll niemand ernstlich verletzt werden oder bleibende Schaden davontragen.

Freiwilligkeit ist das oberste Gebot.
Niemand darf gezwungen werden.

Ein Codewort sollte vereinbart werden, das Safeword. Mit diesem Wort muss das Spiel sofort beendet werden. Oft wird das Wort Mayday verwandt..
Tabus sind zwingend einzuhalten, Geschmacks. u. Ekelgrenzen werden akzeptiert. Sonst kann es schnell zum vorzeitigen Abbruch einer Session kommen..

Persönliche Beziehungen sind zu respektieren. Ein Bottom wird niemals von seinem Top gegen seinen Willen ausgeliehen. In jedem Fall müssen beide der Vereinbarung zustimmen.