Foren
Foren - BDSM Themen - DS Dominanz und Submission
| << Vorheriger Thread | Nächster Thread >> |
Dominanz| Wechsle zur Seite << |
| Autor | Eintrag |
| mood |
| ||
![]() Dabei seit: So 16 Aug 2009, 16:07 Einträge: 92 | Hallo Peter, danke für deine sehr ausführlichen Ausführungen. Vermutlich gibt es keine treffendere Zusammenfassung dafür, als den Begriff 'Dienen'. Bleibt also nur die Frage, wem bzw. was gedient wird. Kein erfolgreiches Unternehmen kommt ohne Unternehmensphilosophie aus. Im schlimmsten Fall dient diese als marketingträchtiges Alibi für Stagnation. Im besten enthält sie echte Ziele und entsprechend authentisches Programm, das zum Erfolg führt. Wie dieser im einzelnen definiert wird, kommt auf die Art des Unternehmens an. Ich selbst unterscheide strikt zwischen Berufs- und Privatleben. Im beruflichen Alltag leite ich viele Menschen an, die so unterschiedlich sind, wie man es sich überhaupt nur vorstellen kann. Und bin durchaus stolz darauf, es so zu tun, dass sie meiner Führung vertrauen und sie darum suchen. Sie täten dies nicht, wenn sie sie als manipulierende Dominanz empfänden. Schließlich sind sie keine Schafe, sondern Menschen mit eigener Kompetenz, für die ich nur dort Dienstleisterin bin, wo ihnen die meine hilft. Die Ziele sind klar erfolgsdefiniert; ich trage die Verantwortung, wenn wir sie gemeinsam nicht erreichen. Privat verfolge ich ganz andere Ziele. Was im Klartext bedeutet, dass ich hier zwar nicht aufhöre, die zu sein, die ich nun mal bin, dies aber nur mir selbst verpflichtet bin und dem, woran ich glaube. Auch dem, wonach ich mich sehne. Gefühlte Nähe zum Beispiel. Bedeutet nicht, dass ich meinen Verstand und mein Wissen an der Garderobe abgebe. Für mich sind themenorientierte offene Auseinandersetzungen nichts Bedrohliches, seh ich sie doch nicht als Strategie der Selbstbehauptung, sondern als fruchtbaren Prozess, von dem alle profitieren. Natürlich nur, solange sie sachlich bleiben und nicht als Mittel zu Grabenkämpfen missbraucht werden. Weswegen es mich durchaus verblüfft, wenn jemand in einer fairen offenen Diskussion schweigt, hinterher aber wadenbeißende Interpretation derselben anderswo abgibt. Solcherlei wirkt wie Giftgas, erreicht es doch nur zwei Ziele: der Interpret behauptet sich öffentlich, von ihm angeprangerter zieht sich verunglimpft zurück. Unter solchen Umständen ist keine Nähe möglich. Nun ist es aber so, dass zumindest meinereine schon vor langer Zeit beschloss, unzuträglichen Dominierungsversuchen nicht mehr zu folgen. Wer freudig, weil mit Leib und Seele dienen möchte, kommt um solche Abgrenzung nicht herum. Sonst geht er nämlich zwangsläufig irgendwann in missbrauchenden Kriegsgräben drauf. Also sag ich offen, was ich denke und schere mich nur insoweit um mich befremdende Ambitionen, als ich es für das Raumklima für sinnvoll erachte. Beides gerne auseinandersetzungsbereit. Allerdings nur nach fairen Regeln. Auf die bestehe ich und lasse unfaire darum einfach ins Leere, manchmal auch vor Wände laufen. So. Damit betrachte ich allgemeine Betrachtungen zum Thema Dominanz für mich als erschöpfend abgeschlossen, weil dieses Forum hier immer noch als Privatvergnügen. Und deshalb wende ich meine Gedanken jetzt lieber Richtung solcher Führung, die mir jene Nähe schenkt, nach der ich mich tief sehne. Ziemlich genau so, wie zyrna und caillech es auch schon beschrieben. Schönen Tag euch allen - auf mich wartet (leider? nö.) noch bisschen Führungsarbeit. mood wie mut "Die Gedankenfreiheit haben wir. Jetzt brauchen wir nur noch die Gedanken." Karl Kraus | ||
| Nach oben |
| EROS* |
| ||
![]() Dabei seit: So 21 Okt 2007, 21:12 Einträge: 557 | Nach einem schönen Gespräch, mal die Frage. Wer dominiert beim Spiel? wechselt das, ist, Dom zum spielen zu führen auch dominanz? Wer etwas will sucht Wege. Wer etwas nicht will sucht Gründe. | ||
| Nach oben |
| Iveigh |
| ||
![]() Dabei seit: Di 02 Mär 2010, 21:57 Einträge: 2 | Ich meine, dass Dominanz zunächst einfach nur ein menschlicher Wesenszug ist. In meinen Augen ist Dominanz ein Potenzial, eine gewisse Energie, die weder gut, noch böse oder schlecht ist. Ein Rohmaterial könnte man dazu sagen. Wie (und ob) sich diese ursprüngliche Veranlagung entfaltet, hängt von den unzähligen Faktoren ab, die bei der Entwicklung der Persönlichkeit eine Rolle spielen. Dann kann Dominanz auch zu einem Charakterzug werden. Herrschaft, Überlegenheit und auch Gewalt können das Ergebnis von Dominanz sein- das ist eine Frage der individuellen Umsetzung, aber sie sind noch lange nicht ihre Wesensmerkmale. Iveigh | ||
| Nach oben |
| EROS* |
| ||
![]() Dabei seit: So 21 Okt 2007, 21:12 Einträge: 557 | Hallo Iveigh Erst mal willkommen, u. ich hoffe auf fruchtbare Auseinandersetzungen. Der Sicht kann ich sehr gut zustimmen, u. ich denke über CYIQNCPLG. oder ähnlichem dazu, hier zu sprechen ginge sicher zu weit, obwohl sicher auch sehr spannend. Was ich nun gerne wüste, welche, oder welches Wesen siehst Du darin, oder welche erscheinen Dir möglich? Grüsse Peter Wer etwas will sucht Wege. Wer etwas nicht will sucht Gründe. | ||
| Nach oben |
| Iveigh |
| ||
![]() Dabei seit: Di 02 Mär 2010, 21:57 Einträge: 2 | Hallo und danke für die Willkommensgrüße! Was CYIQNCPLG ist weiß ich nicht (ein Zungenbrecher? *schmunzel*), ich habe es gerade gegoogelt, bin aber nicht schlauer geworden. Ich sehe Domiananz als neutral an. Wer dominant ist, im BDSM- Kontext und darüber hinaus, muß nicht zwangsläufig gewalttätig sein und umgekehrt, Gewalt ergibt sich nicht automatisch aus einer dominanten Veranlagung, manchmal sogar aus genau gegenteiligem Streben. Davon hat EROS* weiter oben gesprochen, von Menschen, die durch ein (quasi-)dominantes Verhalten irgendwelche charakterliche Defizite verbergen. In ihrem neutralen Wesen ist Dominaz einfach eine Fähigkeit, welche die Entwicklung des Durchsetzungsvermögens geleiten kann. Wie ein jeder damit umgeht, ob zum eigenen Wohle und um das Wohl des Partners/ Gegenspielers, oder um einen Schwächeren zu mißbrauchen, ist eine Frage der Individualität und der konkreten Gegebenheiten. Iveigh | ||
| Nach oben |
| EROS* |
| ||
![]() Dabei seit: So 21 Okt 2007, 21:12 Einträge: 557 | Hallo Iveigh Schön auf den punkt gebracht. Nur am rande CYIQNCPLG ist der Neurotransmitterstoff Ocitocin, manchen auch als Oxytocin bekannt, u massgeblich für wollen zuständig. also das was durchsetzen, wie dominanz ermöglicht. Dieser Stoff wird immer vermehrt erzeugt, wenn es um wollen geht, ob dom oder sub sein wollen, oder auch um dominant zu sein. Meistens entsteht der vermehrt trainierte Aufbau, durch schon frühe u längere Lebenserfahrungen, oder auch Phantasien, wie sexuell gebundene, oder ähnliche Träume. Was zur Folge hat, das jemehr davon (Phantasien) die Produktion z.b. im Hypokampus bei leichtem Auslösereitz, ausgeschüttet wird, was dann Bdsm wollen auslöst u vertärkt. Nun ist der Bdsmreitz da, u taucht öfter wieder auf. Was bleibt ist, es tun oder, überlegen wieso macht mich gerade Bdsdm so an. Dann suchen wir nach Ursachen, überlegen, u erkundigen uns ,. Daraus versuchen wir uns eine Erklärung zumachen, um es verstehen u beherschen zu können. Was es leider schwirig macht, ist das die welche das Gefühl nicht kennen, es damit als unnormal einzustufen. Den nichts erzeugt mehr Angst als eine unbegreifliche Macht, u. schon gerade wenn sie einen selbst öfter betrifft. Manche tun es zum Kickverstärker beim Sex, andere auch ohne, viele beides, oder auf wunsch des Partners, ohne eigenes Empfinden. So emfinden, fühlen es viele anders, u. jeder findet mit Glück seines, u für jeden ist seines richtig. Daher gibt es auch verschiedene Meinungen, wo bei jede nach eigener Sicht die richtiger ist. Und noch eins nebenbei, es wird erst behandlungsrelevant, u rutscht aus dem Normativmuster, wenn es Zwang wird, oder krank macht. Es ist in den meisten Fällen nur eine erlernte, auch genetisch Disponierte besondere Eigenschaft die man nutzen u. ausleben kann, so es Freude macht. Also nichts unnormales, den daran habe selbst ich ab u an gezweifelt. Was bleibt? Viele schöne Gefühle, intensive Beziehungen, u. Schluss mit dem ewigen Tabu es wäre unnormal. Das gilt nicht nur für dominaz, sondern auch für submission, warum es sehr oft auch ähnlich erscheind. Was bleibt Ocitocin (Oxitozin) ist der Schlüssel zu Bdsm, egal wie romantisch man es sehen will. Gibts auch als Nasenspray u.. wenn mal der Mut fehlt, oder Sex mal etwas intensiver... Peter och ist das wieder schön unromantisch ![]() Wer etwas will sucht Wege. Wer etwas nicht will sucht Gründe. | ||
| Nach oben |
| EROS* |
| ||
![]() Dabei seit: So 21 Okt 2007, 21:12 Einträge: 557 | Mal wieder zum Thema. Da ich es auch so sehe, mir dabei aber tausend Zusammenhänge durch den Kopf gehen, liest sich meine Meinung dazu für viele sicher sehr schwirig, schade. Was mir dabei eben durch den Kopf ging, was ist für mich in dem Zusammenhang Gewalt? Beim Spielen, sicher nicht ein Schlag. Ist Gewalt im Bdsm für mich: Handlung gegen meinen Wunsch? Dominaz ohne Rücksicht auf mein wollen, meine Bedürfnise? Oder ist switchen oszilierender (schwankender) Oxitozinspiegel? Tja die spannende suche im Bdsm, ist für mich seid Jahren, finden von Antworten, die wieder vl Fragen aufwerfen. nur so Peter Wer etwas will sucht Wege. Wer etwas nicht will sucht Gründe. | ||
| Nach oben |
| Wechsle zur Seite << |
Moderatoren: admin, Hadesse, Nathan, hagen(SR)







