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Dominanz
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Autor Eintrag
Tyche
Mo 18 Jan 2010, 16:06
Registriertes Mitglied #36
Dabei seit: Do 25 Okt 2007, 14:12
Einträge: 231
In vielen Gesprächen, die ich Hier und Da führe, was mir immer wieder Freude bereitet und sehr interessant ist, ist der Zwiespalt spürbar.
Die Einen sind euphorisch, heben förmlich ab; Dominanz fühlen, spüren, ausüben ist das Höchste.
Dann sind jene, welche sehr skeptisch reagieren und sich auch ängstigen.
Nicht alle haben Erfahrungen gemacht weder in die eine noch andere Richtung, oft sind es die Vorstellungen und das was man sich einfach nur vorstellt.
Sicherlich, sind auch die unter Ihnen, welche sowohl als auch Erfahrungen machten.
Im Internet findet man klare Definitionen zu Dominanz, nur wie es halt immer so ist, findet sich wenig bis nichts zu Gefühlen und Gedanken die sich gemacht werden
Doch das sind die Erfahrungen, die vielleicht eher interessieren als das wissenschaftliche.

Dazu mal meine Gedanken, mein Empfinden.

Dominanz:


Wie wir damit umgehen zum Wohle des anderen oder nur zu unserem persönlichen Wohl, macht den Unterschied aus..
Dominanz ist Führen und Leiten, Macht annehmen und damit verantwortungsvoll umgehen zum Wohle von Allen, der Gemeinschaft, egal welche Größenordnung diese Gemeinschaft hat.

Menschen haben sowohl Stärken wie auch Schwächen, wenn unsere Schwächen überwiegen werden wir aus der Schwäche heraus sicherlich anders agieren und Macht ausüben, Dominieren.

Da liegt die Gefahr, Dominanz kann sowohl etwas gutes wie auch schlechtes sein.

Ein schwacher Mensch wird auch in gewissen Situationen eher hilflos sein als ein Mensch der gefestigt und stark ist.
Wer sich hilflos fühlt und doch die Kontrolle bewahren will, wird wahrscheinlich hart sein, unüberlegt und mit aller Macht durchsetzen wollen, ohne Rücksicht auf die Bedürfnisse seines Gegenübers. Rücksichtnahme wäre dann ja Schwäche, die man nicht zeigen darf, denn es geht ja um Stärke und Macht.

Ist ein Mensch in sich gefestigt und verfügt über ein gesundes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, wird er mit seinen Schwächen und den Schwächen anderer Menschen, sicherlich einen guten Weg für seinen Mitmenschen und sich finden und gehen..
Nicht auf Biegen und Brechen darauf bedacht sein nur seinen Willen durchzusetzen.
Dominanz bedeutet sicherlich nicht, den Willen zu Brechen und bedenkenlos über Menschen zu verfügen.

Zum Führen und Anleiten gehört Sensibilität, Verstehen, Einfühlungsvermögen und Empfindsamkeit.

Wenn auf den Menschen geachtet wird, auf Ihn eingegangen wird und Ihm gegeben wird was Mensch braucht, so wird dieser von sich aus, aus ganzem Herzen und sicher mit Liebe für Jenen der hindurchführt, begleitet und fordert, die Dominanz anerkennen und sich geborgen fühlen.

Achtung und Wertschätzung sollen die Begleiter sein.
Sowie Wohlwollen und Liebe.

Tyche


"Der Mensch gibt ebenso schwer eine Furcht auf als eine Hoffnung." - Otto Ludwig
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JuKs
Fr 22 Jan 2010, 11:02
Registriertes Mitglied #119
Dabei seit: Fr 04 Apr 2008, 15:48
Einträge: 10
Hi,

Dominanz ist für mich was draus gemacht wird. Dass kann auch ganz ohne Gefühl sein, wenn man das so will. Wir sind ja alle anders. Wenn wer auf Biegen und Brechen steht, dann tut der das. Und es wäre ja komisch, wenn so einer auf einmal mit Gefühl und Achtung und Wertschätzung wollte. Das würd ja nix nützen.

Denk ich zumindest so
J.
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Tyche
Fr 22 Jan 2010, 16:04
Registriertes Mitglied #36
Dabei seit: Do 25 Okt 2007, 14:12
Einträge: 231
Hi JuKs,

danke für Dein Einbringen in die Thematik.

Ja, du hast Recht, Dominaz ist was daraus gemacht wird und wie man selbst damit umgeht, mit der Möglichkeit Dominanz auszuüben.

Verbirgt sich doch genau hier die Gefahr:

...."Wenn wer auf Biegen und Brechen steht, dann tut der das. Und es wäre ja komisch, wenn so einer auf einmal mit Gefühl und Achtung und Wertschätzung wollte."

Sich so einem anzuvertrauen, würde mit sich bringen, dass genau so einer, physisch und psychisch verletzt.
Was nicht mehr gut zu machende Schäden verursachen würde.

........."Das würd ja nix nützen."

Nützen würde, mir den Menschen vorher so gut wie möglich anzusehen und zu erkunden wie es mit seinem Verantwortungsbewusstsein ausschaut, was Unversehrtheit von Körper und Seele betrifft.

Gerade "so Einer".......ist vielleicht eher krankhaft sadistisch, statt dominant/Dom.
Mit dieser Aussage unterstelle ich jetzt nicht jedem Sadisten, rücksichtsloses Verhalten, oder gar krankhaftes.

Lieben Gruß
Tyche





"Der Mensch gibt ebenso schwer eine Furcht auf als eine Hoffnung." - Otto Ludwig
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Albatros
Sa 23 Jan 2010, 11:07

Registriertes Mitglied #59
Dabei seit: So 11 Nov 2007, 19:48
Einträge: 119
Hmmm

wenn ich jemanden verbiegen muss, damit er das tut was ich gerne möchte, habe ich nicht wirklich Macht über ihn. Für mich ist so ein "verbiegen" eher eine Zeichen von Schwäche als von Stärke.

Nur mal so einen Gedanken eingebracht.

Albatros

Du musst dein Leben nicht lieben, aber du darfst es leben.
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EROS*
Sa 23 Jan 2010, 22:00
Registriertes Mitglied #12
Dabei seit: So 21 Okt 2007, 21:12
Einträge: 557
hi

Tja leider sieht man sehr häufig, gerade in der Bdsm-Szene, das viele sich wohl auf die biologiche Macht der Evolution beziehen u. in ihrer Hilflosigkeit, Macht mit Gewalt durchsetzen.
Da gebe ich Albatros recht, ein klares Zeichen von Unfähigkeit, sehr oft durch eigene Schwäche.

Macht im alten Sinne bedeute können.
Macht als: es dem anderen machbar zu machen, also einfach übersetzt, ihm den Weg zu zeigen u.
zu unterstützen.
Im Berufsleben auch oft als Führung benannt.
Wie so oft im Leben, ist man talentiert, u hat dazu gelernt , zu Führen, oder nicht.
Lernen fängt da sehr oft, sehr früh, schon im Kindesalter an, wenn es die Umstände zulassen, lernt man spielend, die Rolle des erfolgreichen Alpha-Tieres.
Der Erfolg motiviert da schon sehr früh, den Erfolg belohnt, u. wer will nicht erfolgreich sein?
Natürliche Dominanz hat man, oder nicht, klar kann man was dazu lernen, fragt sich nur wo, u. wie.
Nur selbst inszinierte Macht, als selbst ernannter super Dom, ohne Verständnis für Macht, u Führung
geht nicht lange gut, den selbst die/der anfangs Verblendete merkt sehr schnell wie der Hase läuft.
Dominanz, Führen geht halt nur wenn beide Seiten damit klar kommen.
Daher schmunsel ich immer, wenn wer mir sagt ich wäre ein Kuschel-Dom, ein sehr schönes Kompliment.
Sehr oft höre ich das eigentlich sub Dom dominiert.
Klaro, wenn Dom es sub machbar macht, ihre Gefühle auszuleben.
Nun kommen wir zum eigentlichen Problem:
Oft verlangt sub halt von Dom auch, über seinen Schaten zu springen, was von Dom ab u an auch überschreiten eigener Grenzen erfordert, u. was dann so leicht aussieht ist oft viel schwerer, als es ausenstehende nur erahnen können.
Die Sehnsüchte u Gefühle von sub zu erfüllen braucht oft sehr viel Kraft, Verantwortung, u. wohl auch
Liebe,
den wer tut solches auser für einen sehr besonderen Menschen im leben?
Leider gibt es aber zu viele, die ihre eigene Verletztheit, u Altagsmachtlosigkeit, kompensieren in dem sie anderen Gewalt antun, was sie wohl auch teilweise entlastet oder sogar befriedigt.
Ich nenne sowas, selbstveletzendes verhalten der armen eigenen Seele.
Schade das leider zu viele immer wieder in ihrer Gutgläubigkeit an solche geraten, u. körperlich u seelich schwerstens verletzt werden.
U. gerade diese paht. Spinner werfen auf uns ein negatives Bild.
Erschreckend wie krank sehr viele die sich für Dom halten wirklich sind.

grüsse

Peter









Wer etwas will sucht Wege. Wer etwas nicht will sucht Gründe.
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JuKs
Fr 29 Jan 2010, 12:55
Registriertes Mitglied #119
Dabei seit: Fr 04 Apr 2008, 15:48
Einträge: 10
Hi,

und wenn nun sub auf verbiegen steht? Wie siehts dann mit der Verantwortung und den Gefühlen ais? Müssen die dabei sein, damit es richtig ist?

"Die Sehnsüchte u Gefühle von sub zu erfüllen braucht oft sehr viel Kraft, Verantwortung, u. wohl auch
Liebe,
den wer tut solches auser für einen sehr besonderen Menschen im leben?" (von EROS*)

Vielleicht ja wer, der wissen will, ob er das kann. So wie es ja mal wen gab, der wissen wollen, obman nach Westen segelnd Indien erreichen können.

Und Bergsteiger. Kirschkernweitspucker. Schauspieler. Kreuzworträtsellöser.

Veilleicht ist auch Liebe bei sowas mit im Spiel, vielleicht auch nicht. Aber ändert das was am Ergebnis?

J.

PS: Mein Sohn hat Recht, ich hätt nicht antworten sollen!
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Tyche
Fr 29 Jan 2010, 20:02
Registriertes Mitglied #36
Dabei seit: Do 25 Okt 2007, 14:12
Einträge: 231
Zitat JuKs:
und wenn nun sub auf verbiegen steht? Wie siehts dann mit der Verantwortung und den Gefühlen ais?

Verantwortung, haben Beide, immer!
Das wollen wir nicht vergessen.
Wenn Sub genau darauf steht, verbogen zu werden.....auf verbiegen, wie du sagst; Sehe ich persönlich es so, dass Sub den Wunsch hat, Grenzen zu verschieben, was soweit ja weder falsch noch richtig ist.
Es liegt in Beider Verantwortung, ob Dom darauf eingeht und ob Sub erkennt, wo seine Grenzen sind, so wie auch Dom die notwendige Übersicht und Weitsicht hat.
Somit ist dem Spiel mit dem Grenzen verschieben.....verbiegen, tun was man sonst nicht tun würde, nicht unbedingt etwas entgegenzusetzen.

Zitat JuKs:
Müssen die dabei sein, damit es richtig ist?

Nicht bei jedem Spiel sind Gefühle wie Liebe mit im Spiel, doch Bitte die Achtung und Wertschätzung des Menschen.
Aus Wertschätzung und Achtung, ergibt sich aus meiner Sicht, Verantwortung!
Natürlich wird auch verantwortungslos gespielt, Beispiele gibt es reichlich, was nicht Raum schafft für Aussagen, es ist gut, ohne Verantwortung zu übernehmen, ein jeder für Sich und für den Anderen im besonderen, sich auf ein D/S-Spiel (oder auch S/M-Spiel) einzulassen

Damit es richtig ist, muß Achtung und Wertschätzung dabei sein, Ja!

Es geht um Menschen, nicht um austauschbare Objekte, Gegenstände!

Liebe zu etwas, besonders zu einem Menschen, beinhaltet dass der Mensch der geliebt wird für sein Gegenüber Wichtigkeit und Wert hat.
Das wiederum beinhaltet, dass ich nichts tun werde, was dem Menschen Schaden zufügt.
Nicht gutzumachende seelische Verletzungen, die meist sehr mühselig wieder gut zu machen sind, sowie auch körperliche Schäden die gesundheitliche Beeinträchtigungen mit sich bringen.
Noch nicht mal wenn es der Wunsch von Sub ist!
Das liegt in meiner Verantwortung, bzw. in der Verantwortung von Dom.

Gruß Tyche

PS: Wie alt ist dein Sohn?


[ Bearbeitet Fr 29 Jan 2010, 20:04 ]

"Der Mensch gibt ebenso schwer eine Furcht auf als eine Hoffnung." - Otto Ludwig
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EROS*
Fr 29 Jan 2010, 20:32
Registriertes Mitglied #12
Dabei seit: So 21 Okt 2007, 21:12
Einträge: 557
auch Hi

hmmm?

verbiegen? was bedeutet das in dem zusammenhang? (auftrag ohne vertrag?)
verantwortung heisst für mich das geklärt wird was gewünscht u im gegenzug dazu geleistet werden kann, unter berücksichtigung von gefahren, um sub nicht der gefahr von unverhältnismässigen schäden auszusetzen.
unter bestem wissen u gewissen, im zweifel für sub, durch teil oder nicht erfüllung.
was wissen vorraussetzt, u das spreche ich leider den meisten in der szene ab, aus reinen realen erfahrungen.
den selbst ernannte fähigkeiten, befähigen nicht zum sicheren handeln.
u selbst ernannte möchte gerne Doms solten soviel verantwortung haben, es lieber sein zu lassen wenn sie das wissen u können nicht dazu tatsächlich befähigt.
schade das zu oft gross Dom drauf steht nur zu selten Dom auch drinne steckt.

zum wissen ob er es kann.
also wenn ich morgen probieren will ob ich es kann, rechtfertigt es das ich z.b. einfachmal probiere
ob ich gewalt anwenden kann?
ohne rücksicht auf das opfer?
berrgsteigen, rätzel usw. sind ganz sicher motivatoren, nur rücksichtslos zu lasten anderer sicher auch sehr fragwürdig oder?
ob liebe was am ergebnis ändert?
na ob ich meine frau schlage weill mir das essen nicht schmeckt oder im bdsm, da gibts sicher grosse unterschiede oder?
u ob wer es nur bei menschen tut die ihm wichtig sind oder die er liebt, oder bei jedem der sich zur verfügung stellt muss jeder selbst entscheiden.

auch grüsst

peter

mal auf reiner vertrags u nutzungs ebene


Wer etwas will sucht Wege. Wer etwas nicht will sucht Gründe.
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mood
Fr 29 Jan 2010, 22:05

Registriertes Mitglied #201
Dabei seit: So 16 Aug 2009, 16:07
Einträge: 92
Seit Frau Tyche ihn initiierte,
verfolge ich diesen Thread mit großem Interesse.
Mehrfach schon wollte ich meins dazu beitragen,
doch im entscheidenden Moment
überwogen dann immer hausinterne Ressentiments,
zu Lasten möglicherweise treffender Worte.
Ob ich sie jetzt finden werde,
lass ich mal dahingestellt sein.
Jedoch lieferte Frau Tyche zuletzt Stichwort,
dem ich nicht widerstehen kann:
Eigenverantwortung, die ausnahmslos jedem obliegt.
Und Eros ergänzte dies konsequent mit dem Hinweis,
dass es genau an dieser oftmals gebricht.

Auch auf die Gefahr hin,
mich nonkonform in Nesseln zu setzen,
folge ich jetzt mal meiner Signatur
und trage meine Gedanken zum Thema bei.

Ich kenne die näheren Umstände nicht
(möglich, dass meine Wahrnehmung sie verfremdet),
aber Deine Statements, JuKs,
berühren mich etwas eigenartig.
Da war zunächst spontaner Gedanke:
Wieso legt jemand Wert darauf,
sich in dieser Art und Weise zu äußern?
Und: Da muss was im Busche sein,
denn niemand postuliert so bitter,
der nicht persönlichen Anlass dazu hat.
Sei's drum, solange Du nicht offen darüber sprichst,
geht mich dieser Anlass nichts an.
Seltsam berührt mich auch Dein Hinweis
auf Deinen Sohn. Bzw. Deinen Rückzieher,
für den Du ihn heranziehst -
ganz so, als hätte Dir hier jemand etwas angetan,
womit Du insgeheim schon gerechnet hattest,
wofür Du aber im vertrauten Außen
noch Bestätigung brauchtest.
Entschuldige bitte, wenn das reserviert klingt,
aber ich habe ebenfalls ein erwachsenes Kind
und käme nie auf die Idee,
dieses irgendwo als rechtfertigenden Ratgeber
meines ureigensten Tuns zu zitieren.

Fühlst Du Dich missverstanden,
weil Dein Statement zu Diskussion animierte?
Wenn ja, inwiefern?
Ist eine ernsthafte Frage,
die mein Erstaunen über Deine Haltung aufwirft.
Die sieht nämlich so aus:
Wer sich verbiegen lässt - warum auch immer -
ist vor allem eines: unreif.
Wer für nötig hält, andere zu verbiegen -
warum auch immer - ebenfalls.
Vermeintliche Berechtigungen interessieren mich nicht.
Denn wo es um Berechtigungen geht,
ist m.E. der nächste logische Schritt
die Erörterung von Schuld und Unschuld.

Selbstverständlich steht es jedem frei,
so zu handeln, wie er meint, handeln zu müssen.
Wenn jeweiliges Dafürhalten
Verbiegen und Verbiegenlassen als erstrebenswert erachtet,
dann ist das eben so.
Nicht im luftleeren Raum,
sondern weil Betroffene meinen,
es müsste so sein.
An der Freiheit zu solchem Denken und Handeln
lässt sich von außen höchstens bemühend rütteln.
An innewohnender Qualität nicht.

Die Annahme, persönliches Glück bestünde darin,
reifungsgradabhängigem Affekt zu folgen,
ist eine Illusion.
Denn unterm qualitativen Strich geht's nicht
um Berechtigung und / oder Rechtfertigung,
sondern darum, was sich wie auswirkt.
Was Du in Deinen Antworten skizzierst,
beschreibt ein sehr schlichtes Bewusstseinsmuster.
Im Klartext:
Mir ist völlig wurscht,
was Menschen sich und anderen antun -
mich interessiert viel mehr,
warum sie meinen, sich und anderen
etwas antun zu müssen.
Und meinen, dabei vor sich und anderen
den Augenschein von Souveränität erwecken zu müssen.
Wer sich verbiegen lässt, zahlt teuer dafür.
Wer verbiegt, ebenso.
Alibis können den Preis grundsätzlich nicht mindern.
Und entheben schon gar nicht der Bezahlung.
So einfach.

Tatsächlich kommt es mir so vor,
als solle eben das hier versucht werden:
Den Preis runterzudrücken bzw. ihn zu leugnen.
Meiner Meinung nach sinnloser Versuch.
Egal, was wir tun (bzw. tun lassen) -
wir bezahlen den Preis. Ganz allein und selbst.

Eros wird mir jetzt vermutlich wieder entgegnen,
dass ich betriebsblind sei.
Alldieweil es Gegenbeispiele gibt.
Also solche, die Quadratur des Kreises belegen.
Ich sag einfach mal:
Die mag es geben - wer bin ich, Möglichkeit zu leugnen?
Aber Stephen Hawkins ist ebenfalls extremer Ausnahmefall -
ungeachtete des Beweises, den er liefert.
Ich geh lieber von bodenständiger Normalität aus,
als von gegenläufigem Paradebeispiel.
Und diese sagt ganz klar:
Wer Tragik initiiert - shitegal,
aus welchem zu- oder abträglich inspirierten Grund -
der erntet zwangsläufig Tragik.
In sich und in seinem Drumherum.
An der Konsequenz eigenen Handelns
kommt ausnahmslos niemand vorbei.
Weshalb es völlig müßig ist,
über Moralitäten zu diskutieren.
Manche müssen sogar sterben bzw. töten,
um diese Erkenntnis zu gewinnen.
Oder auch 'nur' verletzen.
Ist halt so.
Und keine Empörung der Welt -
sei sie auch noch so integer auftretend -
wird je etwas daran ändern.
Wer sein Glück stur bleibend mit Füßen tritt,
dem bleibt nichts davon -
egal, ob er sich als Opfer oder Täter gebärdet.
Aus welchen Gründen er Eines oder Anderes tut -
drauf geschissen. Die Rechnung bleibt bestehen.


"Die Gedankenfreiheit haben wir. Jetzt brauchen wir nur noch die Gedanken." Karl Kraus
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JuKs
Di 02 Feb 2010, 15:59
Registriertes Mitglied #119
Dabei seit: Fr 04 Apr 2008, 15:48
Einträge: 10
Hi,

Tyche hat geschrieben "Achtung und Wertschätzung sollen die Begleiter sein.
Sowie Wohlwollen und Liebe."

Und mood: "An der Konsequenz eigenen Handelns
kommt ausnahmslos niemand vorbei."

Genau, mood. Daran kommt niemand vorbei. Und darum ist Achtung und Wertschätzung wohl bei den allermeisten immer mit dabei.

Aber "Liebe"? Muss Liebe dabei sein wenn es um Dominanz geht?

Dazu habe ich gesagt, dass es drauf ankommt, was draus gemacht wird. Und wenn wer ohne Liebe unterworfen werden will, dann will er das. Und es ist doch nicht schlimm, wenn jemand dann ohne Liebe unterwirft.

Oder?

Wenn ich von Gefahren dazu lese, dann frage ich mich, was das soll. Gefahren gibt es auch bei Dominanz voller Liebe. Und wenn ich dann lese, dass jemand der so unterwirft, nur seine Schwäche überspielt, dann ist das vielleicht so. Aber ich verstehe nicht, was das mit der Ausgangsfrage zu tun hat. Es geht bei Tyche doch darum, wie sie Dominanz sieht. Und ich habe geschrieben, wie ich sie seh. Natürlich können wir auch drüber schreiben, wie gefährlich beides ist oder sein könnte, aber das ist ein irgend wie anderes Thema. Denke ich.

Und, mood, nein, nein, nein, du irrst dich bei mir und hinsichtlich meines Sohnes fast komplett. Diskussionen wie hier kenn ich seit Jahrzehnten. Und ich hätt wissen müssen, wie das läuft, das hat er gemeint.

Und jetzt halt ich mioch wieder ans Schweigen und lese bloß noch mit.

J.

Nein, ich bin nicht beleidigt! Wirklich nicht!!!!!!

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Moderatoren: admin, Hadesse, Nathan, hagen(SR)

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